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The Pretty Reckless – „Death by Rock and Roll“

Monatelang haben wir auf die neue Platte von The Pretty Reckless, „Death by Rock and Roll“, sehnsüchtig gewartet. Nun ist sie endlich draußen und zeichnet sich vor allem durch eines aus: Es ist absolut nicht das, was wir erwartet haben.

Nach den ersten Singles, „Death by Rock and Roll“, „And So It Went“ und „25“, deutete alles auf eine gute alte, klassische Rock’n‘Roll Platte mit einem Hang zum Tod hin. Was auf dem fertigen Album im Endeffekt bleibt ist der Tod, doch was schwindet, ist die klassische Definition von Rock’n‘Roll. Neben den intensiven Headbang-Nummern, die durchaus auch vorhanden sind, befinden sich auch einige sehr softe Balladen, wie „Standing at the Wall“ oder „Rock and Roll Heaven“ auf dem Langspieler. Mit „Harley Darling“ haben sie sogar einen Country Song auf das Album gepackt. Immer wieder brechen The Pretty Reckless aus der klassischen Rock’n‘Roll-Instrumentierung aus und binden ungewöhnliche Klänge, wie beispielsweise Trommeln und Pauken, Rasseln oder auch eine Mundharmonika, in die Songs ein. Diese musikalischen und instrumentalen Leckerlis machen „Death by Rock and Roll“ zu einer Rock-Scheibe, die man nicht alle Tage zu hören bekommt.

Was die Songs alle gemeinsam haben, sind der Tod und seine vielen Gesichter. Von Club 27 Anspielungen, über begrabene Seelen bis hin zu abergläubischen Symbolen und übernatürlichen Gestalten wie schwarzen Katzen, Hexen und Werwölfen bei Vollmond. Man bekommt das Gefühl, Taylor Momsen erzählt mit ihrer Stimme, die einiges an Range auf diesem Album beweist, immer wieder kleine Geschichten zu dieser Thematik und auch das Interlude, „Broomsticks“, spiegelt eine gewisse Erzähler-Mentalität wider. Die Metaphorik auf „Death by Rock and Roll“ passt sich perfekt der düsteren Atmosphäre und dem runden Storytelling der Rock-Platte an.

Neben den klassischen Rock-Songs, den intimen Balladen und den Geschichten, sprüht das Album nur so vor unerfüllten Erwartungen und träumerischer Jugend. Lyrics wie, „A lot of la di da da da’s when we were young. With no memories to weigh us down and life was fun“ aus „Standing at the Wall“ oder „And all through my teens, I screamed that I may not live much past“ aus „25“ zeigen uns eine nostalgische Seite von The Pretty Reckless, die teilweise schon an eine rockige Lana del Rey-Träumerei-Stimmung grenzt, während andere Texte wie „Welcome back to the days of old. Where the men are men and the women are sold“ aus „Witches Burn“ uns direkt und hart treffen.

Mit „Death by Rock and Roll“ beweisen uns The Pretty Reckless, dass sie nicht nur klassischen Rock’n’Roll können, sondern auch in der Lage sind eine Platte zu kreieren, die weit darüber hinaus geht und altbekannte Klischees in Luft auflöst. Highlights, in die man auf jeden Fall hineinhören sollte, sind „Witches Burn“, „And So It Went“ und „Rock and Roll Heaven“.

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Laura & Magdalena

Musikliebhaberinnen und begeisterte Schreiberlinge

Zwei Girls, die sowohl Musik, Konzerte und Festivals, als auch das Schreiben über alles lieben und diese beiden Leidenschaften auf chills einfach rauslassen wollen.

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