where music meets words.

Auch Popstars haben es nicht immer leicht

Von Justin Bieber über Ariana Grande – 2020 kamen einige Musik-Dokumentationen heraus. In den Kreis dieser KünstlerInnen reiht sich nun auch die Pop-Sängerin Anne-Marie ein. In ihrer Youtube-Dokumentation gibt die Britin sehr tiefe Einblicke hinter die Kulissen und macht dabei auch eine Reise in ihre eigene Vergangenheit.

In „How to be Anne-Marie“ wird nicht nur oberflächlich das Leben der Sängerin beleuchtet, sondern es werden durchaus sehr private Details angesprochen und auch eine Menge Deeptalk ist in den 56 Minuten, die die Doku dauert, vorhanden. Zu Beginn wird die allgegenwärtige Corona-Thematik angesprochen, die unser aller Leben nun seit vielen Monaten stark beeinträchtigt. Dies ist auch bei Anne-Marie der Fall. Man sieht, wie messy ihr Haus im Lockdown ist, wie sie versucht Spanisch zu lernen und wie sie Erdbeeren anpflanzt. Random Situationen in denen viele von uns sich auch in den letzten Monaten wiedergefunden haben, als man im Lockdown das ein oder andere neue Hobby ausprobiert hat. Sie spricht darüber, wie anders sie sich 2020 vorgestellt hat und wie ihre Pläne durch Corona zerschmettert wurden. Und ich denke auch damit, kann der ein oder andere von uns sich nur allzu gut identifizieren. Dass sie damit nicht alleine ist, sieht man auch in einem Abschnitt der Doku, in dem sie sich mit den Pop-Kolleginnen von Little Mix austauscht. Hierbei werden auch die dunklen und verzweifelten Seiten der letzten Monate und des Musik-Business angesprochen.

Doch nicht nur Corona und wie Anne-Marie damit umgegangen ist, ist ein großes Thema dieser Doku, sondern auch ihre Vergangenheit, ihre Schulzeit und ihre Anfänge als Sängerin und Songwriterin. Es werden sehr private Einblicke in ihre Schulzeit und ihre familiäre Situation gegeben, die durchaus aufschlussreich sind. Auch schwierige Themen, wie Fehler die Anne-Marie in ihrem Leben gemacht hat, werden angesprochen und aufgearbeitet. Hier wird keine Honigkuchen-TipiTopi-Welt vermittelt, sondern gezeigt, dass auch ein Popstar Fehler machen kann und man sich diese oft selbst auch verzeihen muss. Man sieht sowohl ihre schlechten, als auch ihre gutherzigen Seiten, wo sie herkommt und warum sie so ist, wie sie ist. Zu Beginn des Films meint Anne-Marie: „The whole journey of this film, it helped me to discover who i am.“ – und genau das Gefühl bekommt man beim Zusehen. Man lernt die Sängerin kennen auf eine sehr private Art und Weise, wobei es nicht selbstverständlich ist, diese Seiten von sich der Öffentlichkeit preiszugeben.

Zum Schluss der Doku wird auch ein Bogen zum Jetzt geschlagen, in dem sie ein social distanced Konzert auf der O2 Arena für ihre Fans, die auf einem Schiff sind, gibt und zeigt damit, dass sie weiß wie man das Beste aus einer bescheidenen Situation machen kann. „How to be Anne-Marie“ ist definitiv ein Film, der sich eher an die Fans richtet, als an jene die Anne Marie noch nicht so gut kennen. Doch jeder kann die ein oder andere Lektion daraus lernen und mitnehmen. Außerdem wird gezeigt, dass auch das Popstar-Leben nicht immer ganz so glamourös ist wie es von außen vielleicht scheint.

Diese Woche hat Anne-Marie auch ihren neuen Track „Don’t Play“ feat. KSI und Digital Farm Animals rausgebracht. Wer ihn noch nicht gehört hat, sollte das schleunigst nachholen.

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on tumblr

Ähnliche Artikel

Laura & Magdalena

Musikliebhaberinnen und begeisterte Schreiberlinge

Zwei Girls, die sowohl Musik, Konzerte und Festivals, als auch das Schreiben über alles lieben und diese beiden Leidenschaften auf chills einfach rauslassen wollen.

Must-Listen
Instagram

Follow us on Instagram

Die besten Songquotes, passende Doodles und noch vieles mehr
Explore